Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 13.05.2021

Wir stehen an der Seite Israels! – Kein Platz für antisemitische Hetze in Göttingen oder anderswo!

Jachad – Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus verurteilt die terroristischen Angriffe der Hamas auf israelische Zivilisten und fordert besonders von den politischen Mandatsträgern der Stadt und des Bundes ein klares Bekenntnis zu Israel.

Seit Tagen sind Zivilisten in Israel den Angriffen der islamistischen Terrororganisation Hamas ausgeliefert. „Mittlerweile wurden über 1.500 Raketen auf israelische Zivilisten abgefeuert. Es gab zahlreiche Todesopfer durch Raketenangriffe der Terrororganisation Hamas. Daran werden wir uns niemals gewöhnen! Der permanente Ausnahmezustand darf nicht als Normalität verstanden werden“ so Marco Peters, Sprecher des Bündnisses.

Den Angriffen der Hamas vorausgegangen war eine privatrechtliche Auseinandersetzung um Grundstücke in Ost-Jerusalem. Dabei hatten jüdische Israelis Ansprüche auf Grundstücke angemeldet, die Ihren Familien bei der Eroberung Ost-Jerusalems durch Jordanien geraubt wurden. „Es ist verständlich, dass man über die Entscheidung des Gerichts wütend ist. Terrorismus kann aber niemals die Antwort sein! Für uns ist ganz klar – Israel hat jedes Recht, sich zu verteidigen“ sagte Peters zu den Hintergründen der Terrorangriffe der Hamas.

Gleichzeitig wird der Konflikt genutzt, um antisemitische Ressentiments auszuleben. In Bonn und Münster wurden Synagogen angegriffen, in Düsseldorf gab es einen Brandanschlag auf einen Gedenkstein, in Gelsenkirchen wurden antisemitische Parolen auf Demonstrationen gerufen und wiederum in Bonn wurden Stolpersteine beschädigt.

„Diese Art der Angriffe zeigt, dass es sich hier offener Antisemitismus Bahn bricht. Dem gilt es sich entschieden entgegenzustellen.“, so Peters.

An diesem Freitag, den 14. Mai, soll es eine Demonstration durch Göttingen geben, in deren Aufruf schon die einseitige Dämonisierung Israels deutlich wird. Die potenziellen Räumungen werden als ethnische Säuberungen verklärt, Israels Recht, die eigenen Bürger – jüdische und arabische – vor Raketenangriffen zu schützen wird zur Aggression erklärt und der antisemitische Terror der Hamas dafür mit keinem Wort erwähnt.

Peters erklärt dazu: „Wir kennen solche Demonstrationen und wir haben nur allzu oft die Intention ihrer Teilnehmenden erleben müssen. 2014 wurden aus solch einer Demonstration heraus hier in Göttingen israelsolidarische Demonstrierende angegriffen und verletzt. Seit Tagen mehren sich die Angriffe auf Synagogen und jüdische Einrichtungen in ganz Deutschland. Diese Leute treibt nicht die Sorge um die Lage im Nahen Osten, sondern der eigene Antisemitismus an. Umso unverständlicher ist es, dass die Stadt Göttingen eine Demoroute entlang des Platzes der Synagoge und des jüdischen Restaurants Löwenstein genehmigt hat.“

Wir fordern alle israelsolidarischen Menschen auf, solche Demonstrationen kritisch zu begleiten und ein Zeichen für Israel und gegen Antisemitismus zu setzen.

Gegen jeden Antisemitismus und Hass auf Israel!

Pressemitteilung vom 21.02.2019

Begleitende Pressemitteilung zum offenen Brief gegen die Verleihung des Göttinger Friedenspreises:

Am 9. März soll der Göttinger Friedenspreis an die Organisation „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ verliehen werden. Das Göttinger Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus – Jachad hat zu diesem Anlass einen offenen Brief veröffentlicht und die geplante Preisverleihung scharf kritisiert.

Marco Peters, Sprecher des Bündnisses erklärt dazu: »Die Verleihung des Göttinger Friedenspreises an die »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« ist ein Skandal. Wir begrüßen, den Rückzug von Stadt und Universität aus der diesjährigen Preisverleihung. Dies darf aber nicht die einzige Konsequenz bleiben. Es muss aufgearbeitet werden, weshalb die Organisation der Jury prämierungswürdig erscheint und wieso das Kuratorium erst nach massivem öffentlichem Druck intervenierte.«

Die »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« ist als offizielle Organisation von BDS in Deutschland gelistet. Die »Boycott, Divest, Sanction« Bewegung ist für ihre antiisraelische Politik bekannt und hat folgerichtig von zahlreichen deutschen Städten ein Veranstaltungsverbot in den Räumlichkeiten der jeweiligen Städte erhalten.

Marco Peters: »Die »Jüdische Stimme« ist bisher ausschließlich als Vorfeldorganisation der Boykottkampagne »BDS« aufgefallen, deren Website sie auch als Unterstützerin aufführt. Die konkreten Aktivitäten des Vereins erschöpfen sich in der Publikation israelfeindlicher Texte. Welchen Beitrag die Forderung nach Beseitigung des jüdischen Staatscharakters Israels zum »Frieden im Nahen Osten« leisten soll, bleibt schleierhaft. Es drängt sich die Frage auf, wie die Auswahl getroffen wurde.«

Mittlerweile gab es ein breites Presseecho und zahlreiche gesellschaftliche Akteure, wie der Zentralrat der Juden oder auch die örtliche FDP haben sich bereits geäußert, doch ebenso wie es die wenig überraschende Unterstützung für die Preisträger aus dem BDS Umfeld gibt, bleiben viele Akteure bislang still.

Marco Peters: »Zwar haben sich Stadt und Universität für die diesjährige Preisverleihung schnell aus der Affäre gezogen, doch bleibt die Verflechtung mit der Stiftung vorerst bestehen. Dieser Vorfall geschah nicht zufällig, sondern reiht sich ein in eine Kette von Fällen, in denen Akteure in der Stadt und Universität kein Bewusstsein hatten, sich kritisch mit Antisemitismus und Antizionismus auseinanderzusetzen, wie bereits an der Auseinandersetzung um die »Nakba-Ausstellung« im Jahr 2016 deutlich wurde.«

Marco Peters abschließend: »Wir fordern daher, dass die Kuratoriumsmitglieder es bei einer bloßen Distanzierung nicht belassen, sondern die Jury neu besetzen, um derartige Vorfälle in Zukunft auszuschließen. Andernfalls müssen Stadt und Universität der Stiftung die Zusammenarbeit zukünftig vollständig versagen und sich von ihr organisatorisch entflechten. Antizionismus und Antisemitismus dürfen keinen Platz in der Göttinger Stadtgesellschaft haben.«

Der offene Brief

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Jachad – Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus

Pressemitteilung vom 23.03.2017

Pressemitteilung zur Ausstellung “Ride for Justice – Gewaltfreier Widerstand in Palästina” des ‘Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus – Jachad’

‘Jachad – Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus’ positioniert sich deutlich gegen die Ausstellung “Ride for Justice – Gewaltfreier Widerstand in Palästina”, aufgrund der einseitigen und dämonisierenden Darstellung Israels. “Wir sind erschüttert, dass eine so tendenziöse Ausstellung in Räumen der Georg-August Universität einen prominenten Platz findet .” so John Contenius von ‘Jachad – Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus’.
Schon in ihrer Erstausstellung im Göttinger Künstlerhaus wurde die Ausstellung von einem antiisraelischen Rahmenprogramm begleitet und wird zudem von antiisraelischen Gruppen, wie dem “Deutsch-Palästinensischen Jugendwerks”, finanziell unterstützt.
Die Ausstellung stellt ein verzerrtes Bild der palästinensischen Lebensrealität dar, in dem die Vergehen der palästinensischen Autonomieregierung und dort die Bevölkerung terrorisierende Gruppierungen außen vorgelassen und stattdessen dem Ziel der Delegitimierung Israels untergeordnet werden. Projekte der Kooperation, Zusammenarbeit und Koexistenz israelischer und palästinensischer Bevölkerung wird dabei ebenfalls nicht erwähnt oder in Betracht gezogen.
“Einseitige Darstellungen Israels haben in den Räumen einer Universität nichts verloren. Den Machern geht es nicht um eine Verbesserung der Lebensumstände der palästinensischen Bevölkerung, sondern nur um eine Anprangerung Israels, dem einzigen demokratischen Staat im nahen Osten.” so Contenius weiter, “Wir würden uns eine differenzierte und realitätsnahe Ausstellung wünschen, statt einer Unterstützung von Vorurteilen und Israelhass.”

Angehängt finden Sie weiterhin eine ausführliche Stellungnahme von ‘Jachad – Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus’ zur am kommenden Sonntag eröffnenden Ausstellung.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Jachad – Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus